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Arthur Cohn (Produzent)

Er ist der einzige Filmproduzent der Welt, der sechsmal den Oscar gewann. Als einziger nicht-amerikanischer Produzent hat er einen Stern auf dem „Walk of Fame“ in Hollywood. Arthur Cohn ist Weltbürger par excellence, aber aufgewachsen ist er in Basel. Seine Erfolge sind legendär: sechsmal zeichnete ihn die „Academy of Motion Pictures, Arts and Sciences“ in Los Angeles mit dem „Oscar“ aus. Das ist in der Geschichte des Films einmalig. SKY ABOVE, MUD BELOW, DIE GÄRTEN DER FINZI CONTINI, BLACK AND WHITE IN COLOUR, LA DIAGONALE DU FOU, AMERICAN DREAM UND ONE DAY IN SEPTEMBER heißen diese Filme. Meisterwerke sind sie alle. Seine Co-Produktion LES CHORISTES war mit beinahe zehn Millionen Zuschauern der größte Kinoerfolg in Frankreich und auch in der Schweiz und in Deutschland ein enormer Publikumsliebling.

Arthur Cohn wurde für sein Schaffen in aller Welt geehrt: Die 150 Jahre alte Universität von Boston verlieh ihm den Ehrendoktortitel und auf dem Hollywood Boulevard („Walk of Fame“) trägt ein Stern für immer seinen Namen. Aus diesem Anlass verkündet der Bürgermeister der zweitgrößten Stadt Amerikas einen „Arthur Cohn Day“ in Los Angeles. 1995 ehrte das französische Kulturministerium den Basler mit dem höchsten Orden, den ein nichtfranzösischer Bürger erhalten kann. Den Goldenen Bären der Berliner Filmfestspiele erhielt Arthur Cohn zweimal, für DIE GÄRTEN DER FINZI-CONTINI und für CENTRAL STATION (der auch den Preis für die beste Darstellerin erhielt).

Jugend und Studienjahre verbrachte er in Basel, es folgen aktive Jahre als Journalist und die Konzeption von Drehbüchern, die ihn zum Medium Film brachten. Sein Elterhaus an der Austrasse ist ihm jeden Tag gegenwärtig: „Die Werte, die mir meine unvergesslichen Eltern vermittelt haben, sind für mich Vor- und Leitbild. Sie gaben mir Wurzeln und Flügel, Wurzeln hinsichtlich humanistischer Bildung, Familientradition und Toleranz und andererseits Flügel, damit ich von Basel in die große Welt hinausfliege und eigens erschaffe. Es ist sehr schwer, im Leben Wurzeln und Flügel zu kombinieren. Viele bleiben auf ihren Wurzeln sitzen, andere fliegen hinaus und vergessen ihre Wurzeln. Wenn ich Erfolg hatte, so deshalb, weil ich immer wusste, dass das Eine ohne das Andere undenkbar ist.“

In Kairo, Los Angeles, Hongkong, New York, Manila, Shanghai und im Kennedy-Center in Washington wurden einwöchige Retrospektiven mit Filmproduktionen von Arthur Cohn organisiert, wobei in Shanghai ein „Arthur Cohn Tag“ ausgerufen wurde.

Filmografie

  • 2008 THE YELLOW HANDKERCHIEF (Regie: Udayan Prasad)
  • 2008 DIE KINDER DER SEIDENSTRASSE (Regie: Roger Spottiswoode)
  • 2004 DIE KINDER DES MONSIEUR MATHIEU (Regie: Christian Baratier)
  • 2001 HINTER DER SONNE – Behind the Sun (Regie: Walter Salles)
  • 1999 EIN TAG IM SEPTEMBER (Regie: Kevin Macdonald)
  • 1998 CENTRAL STATION (Regie: Walter Salles)
  • 1995 25 CENT – Two Bites (Regie: James Foley)
  • 1990 AMERICAN DREAM (Regie: Barbara Kopple)
  • 1984 DUELL OHNE GNADE (Regie: Richard Dembo)
  • 1976 SEHNSUCHT NACH AFRIKA (Regie: Jean-Jacques Annaud)
  • 1970 DER GARTEN DER FINZI CONTINI (Regie: Vittorio De Sica)
Das Kinder der Seidenstraße
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