Hintergrund
Die Seidenstraße
Handelsweg zwischen China und Europa
Die Seidenstraße ist ein Netz von Karawanenstraßen, welches das Mittelmeer mit Ostasien verbindet. Sie war ein wichtiger Handelsweg zwischen China und Europa.
Auf ihr gelangten nicht nur Kaufleute, Gelehrte und Armeen, sondern auch Ideen, Religionen und ganze Kulturen von Ost nach West und umgekehrt. Es fand ein Austausch von Handelsgütern, Luxusgütern, diplomatischen Kontakten, Wissen, aber auch Krankheiten und Epidemien statt. Mit der Ausweitung des chinesischen Seehandels verlor die Seidenstraße als Handelsweg ihre Bedeutung.
Die Bezeichnung geht auf den deutschen Geografen Ferdinand von Richthofen zurück. Aber bereits die Byzantiner verwendeten eine ähnliche Bezeichnung.
Darunter jeweils die fettgedruckten und unterstrichenen Headlines als Links zum Text Seidenstraße
(Quelle: http://de.wikipedia.org/wiki/Seidenstrasse)
Verlauf und Beschaffenheit der Seidenstraße
Die ältesten Berichte über den Verlauf der Seidenstraße stammen aus der griechisch-römischen Antike. Es soll drei verschiedene Routen gegeben haben, die nur teilweise überliefert sind. Die Nordroute beginnt nördlich des Tarimbeckens und verläuft von der Mündung des Don erst nach Norden, dann nach Osten zum Gebiet der Parther. Danach geht sie weiter über einen Karawanenpfad nördlich des Tianshan und endet in der westlichen chinesischen Provinz Gansu. Die Südroute beginnt in Mesopotamien und verläuft über Ekbatana nach Kyreschata bis zum Fluss Silis. Für ihren weiteren Verlauf gibt es nur widersprüchliche Überlieferungen. Die dritte Route setzte sich aus einem Land- und einem Seeweg zusammen, die durch Ägypten und Mesopotamien nach Bargyzaga, einem Hafen an der Mündung des Narmada, in den Indischen Ozean führten.
Der Handel lief immer über mehrere Zwischenstationen ab. Die gesamte Strecke von ca. 6000 km wurde nur sehr selten von Anfang bis Ende bereist. Es kam oft zu Konflikten bis hin zu bewaffneten Auseinandersetzungen unter den Zwischenhändlern.
Die Seidenstraße hatte eine große Bedeutung für die transaktionale Kommunikation zwischen Ost und West. Neben der Seide als begehrtestes chinesisches Produkt, die der Route ihren Namen gab, wurde mit Gewürzen, Glas, Porzellan, Gold, Pelzen, Keramik und anderen Waren gehandelt. Über die Seidenstraße wurden neben Handelswaren aber auch Religionen und Kultur wie der Buddhismus bis nach China und Japan transportiert.
Die Seidenstraße verlief hauptsächlich durch die Wüste. Sie führte durch trostloses, vertrocknetes Land und verband Oasen miteinander. Die Taklamakan-Wüste war umgeben von den höchsten Gebirgsketten der Erde und war durch eisige Pässe, tiefe Schluchten, ein raues Klima und Sandstürme geprägt. Die Reisenden hatten einen Höhenunterschied von 5000 Meter und Temperaturunterschiede von -20°C im Winter bis zu 40°C im Sommer zu überwinden.
Das bedeutendste Transportmittel war das zweihöckrige Kamel, das gut an die extremen klimatischen und geografischen Bedingungen in der Steppen- und Bergregion angepasst war.
(Quelle: http://de.wikipedia.org/wiki/Seidenstrasse)
Bedeutung der Seidenstraße heute
Heute besetzt die Seidenstraße vor allem einen romantischen, abenteuerlichen Stellenwert.
Viele Menschen wollen auf den Spuren Marco Polos die orientalische Mystik der Route entdecken. Die Seidenstraße zieht immer mehr Touristen an. Daher wurden bereits viele Kulturdenkmäler entlang der Seidenstraße restauriert. Archäologische Ausgrabungen von Stadtruinen und Überresten von Höhlen sollen Aufschluss über das Leben der Menschen entlang der Seidenstraße geben. Seit 1992 gibt es sogar eine Eisenbahnstrecke entlang der Seidenstraße.
(Quelle: http://de.wikipedia.org/wiki/Seidenstrasse)
Marco Polo
Marco Polo (* ca. 1254 bis † 1324) war ein venezianischer Händler, der durch die Berichte über seine China-Reise bekannt wurde.
(Quelle: http://de.wikipedia.org/wiki/Marco_Polo)
Er ist wohl einer der bekanntesten Vertreter der westlichen Welt, der je auf der Seidenstraße nach China gereist ist. Die Glaubwürdigkeit seiner Reiseerzählungen/-berichte ist jedoch umstritten.
(Quelle: http://www.watchtower.org/x/20040608a/article_01.htm)



